Das nebenstehende Apfel-Bild habe ich eigenhändig aufgenommen. Dies muss heutzutage betont werden, da für Trivialbilder aus dem Internet Lizenz-Gebühren verlangt werden. Berüchtigt und gerichtsbekannt ist dafür “Marions Kochbuch” mit dem Hinweis “alles kostenlos”. Die ahnungslosen Bild-Nutzer haben die Copyright-Prozesse bisher verloren und mußten hunderte Euros bezahlen.
Den Apfel habe ich ordnungsgemäß erworben. Ich darf ihn also verzehren. Ob ich dabei auch das Recht mit eingekauft habe, ihn zu fotografieren? Wer hat das Copyright für das Apfeldesign und dessen individuelle Realisierung? Den Obstbauern würde ich es gönnen. Aber es ist wohl besser, diese Frage gar nicht erst aufzuwerfen.
Es gibt eine Internet-Seite mit viel Inhalt und schönen Fotos über Frankfurt. Diese Seite heißt “Ich liebe Frankfurt.” Die Macherin Geri (Frau Gerburg Klaehn) setzt sich für Apfelbäume statt japanischer Zierkirschen ein und grüßt mit “Apfelig herzlichen Grüßen”. Als Einwohner von Wehrheim bin ich erstaunt, es scheint sich hier eine Konkurrenz aufzubauen, denn Wehrheim ist das “Apfeldorf” und nicht Frankfurt. Hier gibt es sogar eine “Apfelblütenkönigin“. Und zur Hochzeit schenkte uns die Gemeinde einen Apfelbaum für unseren Garten. (Nebenbei: In Oberbayern gibt es sogar einen Ort der Apfeldorf heißt. Auch Königinnen für Äpfel und Apfelblüten gibt es anderswo (z.B. in Höchst im Odenwald), nur nicht in Frankfurt. Dort gibt es immerhin eine Königin des Apfelweins.) Jedenfalls ist o.g. Seite zu empfehlen, auch wenn ich nicht sagen kann, dass ich Frankfurt liebe.
Vom Apfel leben auch Firmen-Logos. Da wäre es doch eine nette Werbemaßnahme der Computerfirma Apple, wenn sie allen Familien im “Apfeldorf” einen Notebook mit dem angebissenen Firmensymbol sponsern würde (obwohl in unserer Familie ein Apple bereits im Einsatz ist).
In dem sehenswerten Film von Doris Dörrie “Kirschblüten” verteilen alle Äpfel und kein Familienmitglied verzehrt sie, trotz des bekannten Spruches für ein gesundes Leben: “An apple a day …”. Elenas Vater, Elmar Schenkel, Schriftsteller und Professor in Leipzig hat in seinem Buch “Massachusetts: Reisetagebuch” eine besonders nette Variante der Bedeutung des Satzes berichtet: Ein kleines Mädchen fasste den Satz so auf, dass dem doctor jeden Tag ein Apfel zu schenken sei: “An apple a day keeps the doctor away”.
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