Die Erinnerung

Bei dem Attentat in Hanau wurden am 19. Februar 2020 zehn Personen ermordet. Der Täter erschoss neun Personen in und vor zwei Bars und auf der Fahrt zwischen beiden Orten. Später erschoss er in der Wohnung seiner Eltern seine Mutter und sich selbst.

Die Gesichter und ihre Namen bilden eine rührende Erinnerung an dieser furchtbare Tat. Der Hanauer Anzeiger veröffentlichte dieses Bild am 04.03.2020.

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Jean Paul)

Der Täter verfasste vor seinem Anschlag einen längeren Text mit dem Titel „Botschaft an das gesamte deutsche Volk“, das er (auch in Englisch) im Internet verbreitete. Darin schrieb er über seinen Lebensweg, sein rassistisches, islamfeindliches, antisemitisches und von verschiedenen Verschwörungstheorien geprägtes Weltbild und rief zum gewaltsamen Kampf und zur Vernichtung der Bevölkerung ganzer Staaten auf.

Dies erinnert an die Nazi-Zeit, wo dies tatsächlich geschah. Die Opfer des Krieges und der Verfolgung waren damals Millionen von Menschen in ganz Europa. Damals tötete sich die Nazi-Clique erst nachdem Deutschland zerstört war. Mein Vater wurde in den letzten Tagen des Krieges (Jan. 1945) eingezogen, um in der Gegend zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin sein Leben zu lassen, damit die Nazi-Clique ein paar Tage länger leben konnte.

In Hanau hat sich der Täter mit seinen abstrusen Vorstellungen selbst getötet. Auch zu spät.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*